Der Silhouette Studio Einsteigerkurs – Die Seitenwerkzeuge

Der Silhouette Studio Einsteigerkurs – Die Seitenwerkzeuge

13. Januar 2019 0 Von René

In unserem ersten Beitrag beschäftigen wir uns mit den Seitenwerkzeugen der Software Silhouette Studio von Silhouette America, welche für den Silhouette Portrait® und Cameo® genutzt wird.

Zum Zeitpunkt dieses Beitrages ist die Version 4.1.479 verfügbar. Die aktuellen Version kann hier herunter geladen werden.

Seiteneinstellungen

Seiteneinstellungen

In den Seiteneinstellungen können wir im ersten Schritt die Größe unseres Mediums (Papier/Pappe/Flex- oder Flock-Folie) definieren.

Neben der Breite und Höhe können wir außerdem die Orientierung (Hoch- oder Querformat) auswählen.

Außerdem können wir festlegen, ob wir eine Schneidematte verwenden wollen („Träger auswählen“). Eine Schneidematte wird benötigt, wenn unser Medium keine eigene Trägerfolie besitzt.

Eine Trägerfolie wäre beispielsweise bei Vinyl-/Flex- und Flock-Folien vorhanden. Diese besteht meistens aus Papier oder Kunststoff. Ist eine Trägerfolie vorhanden so wird nur eine Schneidematte benötigt, wenn die Größe des Mediums schmaler wäre als die Transportrollen am Plotter.

Beispiel: Ein 10 x 10 Zentimeter Vinyl-Stück kann der Plotter nicht greifen und wird deshalb auf einer Schneidematte geklebt.

Die Tranzparenz der Schneidematte im Einsatz

Wir können neben der passenden Schneidematte gegebenenfalls auch eine Transparenz auswählen. Durch diese Transparenz wird das Medium durchsichtig, damit wir hinter dem Medium das Raster des Trägers erkennen können. Dies ist besonders praktisch, wenn wir unser Medium nicht ganz gerade zugeschnitten haben. Dann können wir nämlich das Raster zur Orientierung nutzen um unsere Motiv zu positionieren.

Möchte wir unser Ergebnis dann drucken, hilft die Option „Druckrand anzeigen“. Hier wird eine Blaue Linie um das Medium gezeichnet welche visualisiert, wo der Drucker noch drucken kann.

Ebenfalls praktisch: Die Option „Schneiderand anzeigen“ kann genutzt werden um eine Rote Linie darzustellen welche symbolisiert, wo der Plotter noch schneiden kann. So vermeidet wir, dass unser Motiv außerhalb des schneidbaren Bereiches landet und beim finalen Schneiden nicht alles korrekt geschnitten wird.

Raster

Dialog zur Einstellung des Raster

Hier haben wir die Möglichkeit das Raster zu Konfigurieren. In den Optionen kannst du entscheiden, ob das Raster angezeigt werden soll, oder nicht („Raster anzeigen“).

Außerdem können wir wählen, ob unsere Objekte beim ziehen, vergrößern, Zeichnen, etc. am Raster ausgerichtet werden sollen. Ist diese Option aktiv, werden beim ziehen der Objekte diese am Raster „eingerastet“. Dadurch können Objekte auf einer Linie gezeichnet werden, ohne diese Ausrichten zu müssen.

Lege den Abstand entsprechend deiner Präferenzen fest und definiere wie viele Zwischenschritte dieses Raster beinhalten soll. So kann man beispielsweise festlegen, dass das Raster einen Abstand von 40 mm hat und 4 Teilungen hat. Dadurch hat man die Möglichkeit in 10 mm Abständen auszurichten und erkennt alle 20 bzw. 40 mm eine Hervorhebung.

Zum Schluss können wir auch die Farbe des Raster anpassen. Dadurch können wir das Raster von unseren Motiv abheben lassen.

Passermarkierungen

Einstellungen der Passermarkierungen

Für das sogenannte „Print & Cut“-Verfahren lässt man Passermarkierungen auf das Blatt drucken.

So können wir beispielsweise eine Einladungskarte im Studio designen, diese Ausdrucken und dann mit dem Plotter ausschneiden lassen.

Um die Passermarken zu aktivieren wählen wir zuerst den Stil von Typ 1 und sehen nun im Fenster ein schwarzes Quadrat und zwei schwarze Ecken.

Beim starten des Schneidevorganges werden diese vom Plotter abgetastet und zur Orientierung / Ausrichtung des Papieres verwendet. Aus diesem Grund ist es wichtig in der näheren Umgebung keine druckbaren Elemente abzulegen. Diese Schutzzone wird visuell durch diagonale Schraffierung dargestellt.

Hat der Plotter Probleme bei der Erkennung der Marker, kann man diese manuell abtasten lassen. Besteht das Problem öfters, kann man aber auch die Länge und Dicke der Ecken unter „Abmessungen“ einstellen lassen. Ich würde allerdings empfehlen die Markierungen nicht zu dünn oder kurz einzustellen, auch wenn dadurch die Schutzzone kleiner wird und man mehr aufs Blatt bekommen kann. Dies könnte sonst dafür sorgen, das der Plotter die Passermarken nicht richtig erkennen kann.